Luftsolarkollektoren
.        Live Messwerte hier


Sehen Sie hier, wie Gröber Fassade + Ausbau auf KennstDuEinen.de bewertet wurde.


Zur Detailseite von Gröber Fassade + Ausbau

Fenster


Bestand

Die vorhandenen Fenster waren allesamt über 30 Jahre alt. Ursprünglich waren 3-teilige Fenster eingebaut, von diesen waren leider nur noch 3 Stück erhalten. Zustand und Eigenschaften ließen keine Alternative zu - es mussten neue Fenster eingebaut werden.

Ziel
Wichtigstes Ziel war die Fenster so groß wie irgend möglich zu machen, um möglichst viel Licht in die Wohnungen zu bekommen. Außerdem sollten die Fenster, genauso wie die restliche Gebäudehülle, deutlich besser wärmedämmen, als dies die EnEV 2009 vorsieht.
Ein weiteres Ziel war, die Leibungstiefe trotz der enormen Dämmstoffstärke so gering wie möglich zu halten und trotzdem die Rollladenkästen mit zu überdämmen, so dass diese später unsichtbar sind.

Stand der Dinge
Aufgrund der Fachwerkkonstruktion der Außenwand ist uns die maximale Fenstergröße genau vorgegeben. Höher und breiter als die vorhandenen Balken hätten die Fenster nur mit einem unvertretbaren Aufwand werden können.

Wenn Fenster und Wärmedämmung gleichzeitig eingebaut werden, besteht die einmalige Chance die neuen Fenster gleich weiter nach außen zu setzen. Dies hat eigentlich nur Vorteile:
- die Leibungen innen sind tiefer, dadurch
  wirkt der Raum größer
- die Leibungen außen sind weniger tief,
  dadurch bleibt die Ansicht der Fassade
  trotz Wärmedämmung unverändert
- die äußeren Leibungen müssen nicht
  gedämmt werden, weil sie ja nur aus
  Dämmstoff bestehen, somit absolut
  wärmebrückenfrei sind
- Die Fenstergröße kann maximal bleiben,
  da auf die Leibungsdämmung verzichtet
  werden kann

Gerne hätten wir die Fenster noch etwas weiter nach außen gesetzt, leider waren wir aber durch die Rollladenkästen beschränkt. Diese sollten in jedem Fall unsichtbar sein und in der Dämmung verschwinden. Die Kästen sind ca. 14 cm tief + 4 cm Überdämmung nach technischer Richtlinie, so dass wir am Ende trotzdem eine Leibungstiefe von ca. 18 cm erhalten haben. Wäre die Entscheidung für Klappläden ausgefallen, hätte man hier auch noch wesentlich geringere Leibungstiefen verwirklichen können.

Auch die Fensterhöhe litt etwas unter den Rollläden. Um keine Wärmebrücken einzubauen, durften die Kästen nicht direkt auf den ungedämmten Fenstersturz aufgeschraubt werden, sondern mussten auf der gedämmten Rahmenverlängerung der Fenster befestigt werden.

Eingebaut haben wir Fenster mit außerordentlich guter Wärmeschutzverglasung (U-Wert: 0,6 W/m²K) Zusammen mit den etwas schlechteren Fensterrahmen ergibt dies im Mittel einen U-Wert von 0,82 W/m²K.

Wie bei allen anderen Bauteilen auch ist der richtige Einbau, gerade bei einem Fachwerkhaus, extrem wichtig. Wenn neue Fenster nicht absolut dampfdicht eingebaut werden, wird zwangsläufig an der undichten Stelle Kondensat entstehen, da die warme feuchte Innenluft durch die Undichtheit nach draußen drängt, dort abkühlt und das überschüssige Wasser kondensiert. Deshalb wurden alle Fenster mit dem vorgeschriebenen Dichtungslappen rundherum an die Fachwerkbalken angeklebt, so dass hier auch in Jahren keine Undichtheit entstehen kann. Zusätzlich wurden die neuen Fenster von innen natürlich fachgerecht eingeputzt.

 

                                               Weiter zur Heizung