Luftsolarkollektoren
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Bestand

Das Gebäude wurde mit Gasetagenheizungen ganz unterschiedlicher Baujahre erwärmt. Im Appartement des 2.OGs stand sogar noch ein alter, betriebsbereiter Gaseinzelofen.

Ziel

Zwar haben etagenweise Heizungen den großen Vorteil der einfachen Mietnebenkostenabrechnung, aus energetischer, wartungs- und haustechnischer Sicht sind sie aber denkbar schlecht.
Nach längerer Abwägung der Alternativen fiel die Entscheidung auf eine konventionelle, zentrale Gas/Brennwertheizung ohne solare Unterstützung, da dies vom Preis/Leistungsverhältnis und auch der späteren Wartungsfreundlichkeit mit Abstand die beste Lösung war. Auf den eigentlich vorgeschriebenen Anteil an regenerativer Heizungsunterstützung kann legal verzichtet werden, weil die Wärmedämmung entsprechend gut ausgeführt wird.

Trotzdem haben wir nicht auf regenerative Energie verzichtet, sondern im Gegenteil die brandneue Luftsolarkollektortechnik eingebaut, die aber unabhängig von der Heizung arbeitet.
Besonders energiesparend bei Brennwertgeräten, aber auch speziell bei Wärmepumpen, sind Flächenheizungen, wie z.B. Fußboden, Decken oder Wandheizungen, da diese deutlich niedrigere Vorlauftemperaturen brauchen als konventionelle Heizkörper. Außerdem entsteht viel weniger Konvektion, d.h. Luftbewegung, was wiederum den Wohnkomfort enorm steigert.
Gerne hätten wir die eigentlich überlegene Deckenheizung eingebaut, aber da der Fußboden aus verschiedenen Gründen auch erneuert werden musste hat sich die Fußbodenheizung durchgesetzt

Stand der Dinge
Nach der Demontage der vorhandenen Thermen musste gleichzeitig die neue zentrale Heiztherme montiert werden, da die beiden Mieter natürlich weiterhin mit Warmwasser versorgt werden wollten. Die etwas knifflige Aufgabe bestand nun darin zum einen die bestehenden, vermieteten Wohnungen vernünftig ans neue System anzuschließen, zum anderen aber die Leitungsführung so zu wählen, dass sie ideal für die spätere Renovierung und natürlich auch für die momentan zu renovierenden Wohnungen im 1. + 2.OG ist.
Hier hat uns die anstehende Komplettsanierung der Fassade sehr geholfen. Wir haben die Wasserversorgung einfach über die Fassade gelegt, so dass schall- und brandschutztechnisch kritische Durchbrüche zwischen den Wohnungen komplett vermieden werden konnten und die Leitungen ganz einfach dorthin verlegt werden konnten, wo sie gerade gebraucht wurden. Durch die vorgesehene üppige Dämmstoffstärke von 20 cm brauchten wir uns auch über Wärmeverluste oder gar Frost keinerlei Sorgen machen.
Die Heizwärmeverteilung erfolgt auch in Zukunft eher konventionell über einen Steigstrang im Flur, neben dem dann auch die Heizkreisverteiler für die zukünftige Fußbodenheizungen installiert wurden. Die Fußbodenheizung ist integriert in einen inovativen Trockenestrich, der sehr gute Schalldämmwerte, wenig Gewicht, absolute Ebenheit und schnelle Reaktionszeiten beim Heizen in sich vereint. Mehr Informationen zum Trockenestrich finden sie hier.

Wie gut alles zusammen funktionieren wird zeigte sich schon in letzten Tagen. Ende Februar und Anfang März hatten wir eiskalte Nächte und sonnige, aber kalte Tage. Beide, eigentlich unbeheizten, Wohnungen erreichten bis zu 19°C Raumtemperatur. Das Temperaturniveau war auch sehr stabil, unabhängig von der momentanen Aussentemperatur. Die Wohnungen wurden nur von den Luftsolarkollektoren und natürlich der Abwärme der beiden beheizten Wohnungen im EG und 2.OG erwärmt. Diese Daten lassen extrem niedrige Heizkosten für das gesamte Gebäude erwarten. Da die Luftsolarkollektoren praktisch wartungsfrei sind und die Heizung selber eine Standardbrennwerttherme ist sind auch keine hohen Unterhaltskosten der Technik zu erwarten.

 

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